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Google stellt ab sofort alle Suchergebnisse mit Hilfe des User-Standortes lokaler und relevanter dar, als je zuvor. Damit folgt nun auch die Google Suche dem „Think global – act local – Trend“.

Wie Googles Produktmanagerin Evelyn Kao in einem offiziellen Statement am 27.10.2017 mitteilte, werden die Ergebnisse in der Google Suche ab sofort nicht länger von der jeweiligen Top-Level-Domain (.de – .com – .es – .it – usw…) abhängig sein.

Vielmehr wird von nun an der aktuelle Standort des Users verwertet, um die entsprechenden Suchergebnisse aufzulisten. Diese Änderung gilt für die mobile Version der Google Suche, die Google app für iOS, die Desktop Suche und Maps.

Befindet man sich nun beispielsweise im Urlaub auf Mallorca, so werden ausschließlich lokale Suchergebnisse aus Spanien angezeigt. Kehrt man wieder nach Deutschland zurück, so werden wieder Suchergebnisse aus Deutschland angezeigt. Hierbei kann man im Footer der Google Suche jederzeit einsehen, welcher Standort verwendet wird und kann diesen bei Bedarf auch ändern, wie folgende Darstellung zeigt:

Lokale Suche Copyright: Google
Lokale Suche Copyright: Google

Begründung

Die aktuelle Änderung ist dahingehend zu begründen, dass standortbezogene Suchanfragen immer mehr an Bedeutung gewinnen. So ist es Kaos Statement zufolge heute bereits so, dass ganze 20% aller Suchanfragen über einen Standortbezug verfügen, wie beispielsweise „Kinoprogramm Berlin“, „Webdesign Osnabrück“ oder „Werbeagentur Osnabrück“. Zudem nehmen lokale Suchanfragen insbesondere durch mobile Endgeräte stetig zu.

Relevanz

Einen tieferen Einblick in die Materie bietet insbesondere die Google Studie „Understanding Consumers‘ Local Search Behavior„, welche zum kostenlosen Download im PDF-Format zur Verfügung steht.

Die Ergebnisse zeigen nochmals sehr deutlich auf, wie die Kaufentscheidung potentieller Kunden aus der Umgebung sich durch die lokalen Suchergebnisse beeinflussen lässt, und wie überaus relevant die Bereitstellung von Informationen ist, die den Kaufprozess selbst beeinflussen.

Folgende Auszüge geben einen kleinen Einblick in die Ergebnisse der Studie:

Lokale Suche und Kaufentscheidungen
*50% der Konsumenten, die eine lokale Suche via Smartphone getätigt haben, besuchten ein Geschäft innerhalb eines Tages. Für 34% der Computer / Tabletnutzer gilt das selbe.
Radius Lokale Google Suche
*72% der Konsumenten, die lokal nach Informationen via Smartphone suchten, besuchen ein Geschäft im Radius von 8 Kilometern. Für 66% der Computer und Tabletnutzer gilt das selbe.
Kaufentscheidung Suchmaschinenoptimierung
*18% der Konsumenten, die eine lokale Suche getätigt haben, entschieden sich zum Kauf. Nur 7% der Kunden einer nicht-lokalen Suche entschieden sich ebenfalls zum Kauf.
Informationen für den Kaufprozess
*Konsumenten suchen überall, auf jedem Gerät, an jedem Punkt des Kaufprozesses nach lokalen Informationen.

Folgen für SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Das aktuelle Update hat keinerlei gravierende Auswirkungen oder Folgen für die Suchmaschinenoptimierung von gewöhnlichen Websites. Dies suggeriert zumindest ein aktueller Tweet von Google’s Webmaster Trends Analyst John Mueller:

 

 

Handelt es sich jedoch um eine internationale Website, so sollten insbesondere Googles Webmaster Ratschläge zur richtigen Lösung für die Verwendung standortbezogener Daten beachtet werden.

Fazit

Trotz der Entwarnung bezüglich der Folgen für die Suchmaschinenoptimierung sollten sich die Webseitenbetreiber zukünftig mehr darauf fokussieren, Ihre Inhalte insbesondere für potentielle Kunden aus der Umgebung bereitzustellen und für diese zu optimieren.

Dies gilt vor allem für relevanten Informationen, die den Kaufprozess und die Kaufentscheidung beeinflussen (Preis, Öffnungszeiten, Reviews, Referenzen, usw.).

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